Es begann in einer dieser Nächte, in denen das Haus zu atmen schien. Die Wände knackten, der Wind strich über das Dach, und doch war es etwas anderes, das Sarah weckte.
Ein Geräusch. Ganz leise. Ein Schritt.
Sie hielt den Atem an. Vielleicht Luna oder Daisy? Doch die Schritte waren zu schwer… zu langsam… zu bewusst.
Klack. Klack. Klack.
Sie kamen näher.
Sonja setzte sich im Bett auf. Das Licht des Mondes fiel durch die halb offene Tür und zeichnete einen schmalen Streifen auf den Boden. Genau dort blieb der Schatten stehen.
Ein menschlicher Umriss. Regungslos.
„Hallo…?“, flüsterte sie, obwohl sie sofort bereute, überhaupt etwas gesagt zu haben.
Der Schatten bewegte sich nicht. Doch plötzlich hörte sie ein zweites Geräusch — ein leises Kratzen, als würde jemand mit den Fingern über die Wand fahren. Langsam. Genüsslich.
Dann ein Flüstern, kaum hörbar, aber direkt an ihrem Ohr, obwohl niemand im Raum stand:
„Ich bin schon viel länger hier, als du glaubst.“
Die Tür schwang zu. Die Schritte
…